WordPress als CMS nutzen

WordPress als CMS nutzen

Das sehr beliebte WordPress ist weitaus mehr, als einzig eine Web-Blog-Software. So kann es ein CMS System oder Weblog-System sein. Dieser Artikel bietet Detail Informationen zu WordPress.

Allgemeines – „Was ist WordPress?“

Der Begriff „WordPress“ tritt häufig im Kontext von sogenannten Weblogs (kurz: Blogs) auf. Es handelt sich hierbei um ein System, das sich besonders für ebendiese Blogs eignet, da es technisch weniger versierten Benutzern die Möglichkeit eröffnet, Beiträge und Texte im World Wide Web zu veröffentlichen – gleichzeitig gewährleistet es aber auch in seiner ursprünglichen Ausführung die Kommentierung dieser Veröffentlichungen durch anderen Internetnutzer. WordPress ist dennoch weitaus mehr, als einzig eine Blog-Software. Genauer gesagt handelt es sich bei WordPress grundlegend um ein System zur Inhaltsverwaltung von Webseiten, welches es dem Nutzer ermöglichen soll, möglichst einfach, aber zugleich effektiv Inhalte zu präsentieren.

Technisch betrachtet basiert WordPress auf der Skriptsprache PHP (ab 4.3) und einer MySQL-Datenbank (ab MySQL 4.1.2). Eine solche Basis bringt gerade im Hinblick auf die Bedienbarkeit, aber auch im Hinblick auf weitere Faktoren (insbesondere den Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung), zahlreiche Vorteile mit sich, auf die im Folgenden eingegangen werden soll. Der Umstand, dass WordPress als freie Software unter der kostenlosen GNU General Public License (GPL) steht, ist ein Faktor, der zudem wohlwollende Aufmerksamkeit auf sich zieht.

WordPress als CMS

Will man WordPress nicht einzig als Weblog nutzen, sondern für vielfältigere Inhalte als Website-Basis, so nutzt man WordPress als CMS. CMS steht in diesem Kontext für „Content Management System“ und beschreibt letztlich die Aufgabe der Inhaltsverwaltung, die WordPress zuteil wird.

Eine besondere Anforderung, die an ein CMS gestellt wird, ist eine möglichst uneingeschränkte Anpassbarkeit. Gerade im Hinblick auf professionelle Internetauftritte ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Individualität des Designs gewahrt bleibt. Hier hegen potenzielle Interessenten an WordPress oftmals Skepsis, die jedoch keinesfalls angebracht ist und keinerlei Rechtfertigung findet. Individualität wird durch ein CMS meist weitaus besser gewährleistet, als es dem semiprofessionellen Programmierer und Nutzer auf andere Arten möglich wäre. Gemäß der Aussage der Entwickler legt WordPress besonderen Wert auf die Einhaltung von Web-Standards, die Benutzerfreundlichkeit und eine möglichst leichte und vielfältige Anpassbarkeit, über welche sich (fast) jegliche Designvorstellungen umsetzen lassen. Dass die Zielsetzungen der Entwicklung erfolgreich umgesetzt worden sind, belegen zahlreiche Auszeichnungen wie der Open Source CMS Award (2007 und 2009). 

Gestalterische Freiheiten – Templates

Um Individualität zu gewährleisten, nutzt WordPress einen einfachen, aber äusserst effektiven Trick: Design und Programmkern sind streng voneinander getrennt. Diese sog. Theme-Technik führt dazu, dass keine Kompromisse hinsichtlich Design oder Funktionalität eingegangen werden müssen. Semiprofessionellen Anwendern ermöglicht es, den Theme-Code als HTML-Code leicht anpassen zu können, ohne dass man sich mit der gesamten PHP-Programmierung auseinandersetzen muss. Gerade auch im Hinblick auf die Fehleranfälligkeit ist ein solches System hervorzuheben. Anzeigefehler im Theme können von Problemen im Programmkern unterschieden werden – und umgekehrt.

Für denjenigen, der sich ein individuelles Template nicht erstellen bzw. leisten möchte, bietet – abweichend vom Streben nach Individualität – die Theme-Technik wiederum auch die Möglichkeit, mit wenigen Handgriffen aus zahlreichen „Templates von der Stange“ wählen zu können. Im Internet gibt es eine Reihe an angebotenen Templates verschiedenster Bereiche, Branchen und Geschmäcker. Innerhalb von wenigen Minuten können diese Templates in eine bestehende WordPress-Installation eingefügt und online gestellt werden. Die Inhalte müssen aufgrund der genannten stringenten Trennung zwischen Programmkern und Design nicht angepasst werden. Ein leichter Wechsel des Äußeren ist möglich, der für die Webseitenbesucher aussieht, als handle es sich um eine vollständig neuentworfene Homepage – ein Effekt, der auf verschiedene Arten beispielsweise zur Erhaltung der Besucheraufmerksamkeit und Werbewirksamkeit, genutzt werden kann.

Hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung ist diese gestalterische Freiheit auch äußerst positiv zu bewerten. Es ist eine Tatsache, dass große Suchmaschinen wie Google das bewerten, was sie schnell „sehen“ können. Positiv, und somit mit einem höheren Ranking, bewerten sie grundlegend Webseiten, auf denen der Inhalt klar vom Design getrennt ist und der Suchmaschinen-Bot sein Bewertungsraster möglichst störungsfrei abarbeiten kann. Durch die Theme-Technik ist es möglich, diesen Bot deutlich auf den Inhalt zu leiten, ohne dass er von Informationen hinsichtlich des Designs in seinem Lese- und Auswertungsvorgang unterbrochen wird. Das Design kann den Inhalt unterstützen – beispielsweise durch klar definierte <h[1-6]>-Überschriften – was durch diese Trennung bereits in der Grundbasis des WordPress-Systems implementiert ist. 

Funktionserweiterung durch Plugins

Die Frage nach einer Erweiterung der Funktionen kann sich unweigerlich stellen, nachdem die Frage der Anpassungsfähigkeit eine solch glückliche Beantwortung erfährt. Auch im Hinblick auf die Funktionen des Programmkerns ist eine derart positive Antwort zu treffen. Der Schlüssel zur Erweiterung liegt hier in sogenannten Plugins. Bei diesen handelt es sich um kleine Skripte, die den Programmkern entweder ergänzen oder durch minimale Eingriffe Vorhandenes ersetzen.

Diese Plugins können einerseits individuell programmiert und in WordPress eingepflegt werden, andererseits sind sie jedoch bereits in großer Zahl und unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Auch Plugins sind in der Regel kostenfrei und können meist mit Hinweisen zur Integration in das bestehende System heruntergeladen werden. Gerade Funktionen, die in der offiziellen Programmversion nicht vorhanden, jedoch von vielen Nutzern gewünscht werden, sind erhältlich. 

Bezug und Installation

WordPress ist aufgrund der GPL kostenfrei über das Internet zu beziehen. Unter http://wordpress-deutschland.org lässt sich die aktuelle Version herunterladen und Informationen zu Betrieb und Installation abrufen. Gemäß Entwicklerangaben soll die Installationszeit von WordPress weniger als fünf Minuten betragen. Diese kurze Zeitspanne ist auch durchaus einzuhalten, wenn man mit der Installationsroutine bereits vertraut ist. Ansonsten sind etwa 10 bis 15 Minuten für die Inbetriebnahme anzusetzen.

Soll der herkömmlichen Installation ein individuelles Design folgen, so ist die Installationszeit von 10 bis 15 Minuten ebenfalls gut einzuhalten, wenn das Template bereits angepasst auf die aktuelle WordPress-Version zur Verfügung steht und über das Backend eingebunden werden kann.

Die Installation eines Templates erfolgt über das Hochladen der Source-Dateien in das entsprechende Verzeichnis, von dem aus WordPress das Template erkennt. Es muss daraufhin nur noch im Backend als aktives Design hinterlegt werden und ist fortan vollständig integriert.

Tutorial: WordPress als klassisches CMS einsetzen

WordPress gehört zu den mächtigsten und populärsten Blogsystemen. Auch wir bei Designer24 nutzen WordPress, weil WordPress als CMS und Weblog wunderbar funktioniert und es an die vielfältigen Aufgaben eines Redaktionssystems anzupassen ist. WordPress ist nicht nur als Blog-System stark, sondern kann auch als klassisches CMS eingesetzt werden wie wir nun aus diesem Artikel wissen.

Wer noch mehr über den Einsatz von WordPress als klassisches CMS wissen möchte, dem lege ich das schöne Tutorial von Vladimir Simovic ans Herz.

Und wer mehr weiss, her damit. Man darf jetzt auch anonym Kommentare abgeben.

 

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